Bremsen (Allgemeines)

  • Hallo zusammen,

    habe neulich den zweiten Satz Bremsbeläge gewechselt. Jeweils die beiden unteren Bremssattelschrauben sind total korrodiert, tausche diese aus.

    Was hat es mit dem Einstich am unteren Ende des Gleitschafts auf sich? Dieser ist bei den oberen Schrauben ja nicht vorhanden. Bei Easyparts konnte ich auch keine unterschiedlichen Schrauben sehen. Im Handbuch wird jedoch ein Unterschied gemacht.

    In Zukunft werde ich öfters die Schrauben ausdrehen und etwas fetten, schon um Korrosion vorzubeugen und die Sättel leichtgängig zu halten.


    Beim hinteren Bremssattel geht dies bei der vorderen Schraube jedoch nicht so einfach. Da ist der Anschluss der Bremsleitung im Weg. Das hätte Yamaha besser lösen sollen!


  • Habe jetzt die untere Bremssattelschraube ausgetauscht gegen eine Ersatzschraube - ohne den unteren Einstich.

    Der Effekt war dass sich das Rad extrem schwer drehte. Bin dann ein Stück- ca. 2km gefahren, da wurden die Bremsscheiben extrem heiß.

    Nach längerem probieren, habe ich nun zwei Unterlegscheiben unter die Schraube unterlegt. Die Gewindelänge reicht noch aus. Ansonsten

    hätte ich die Schraube nur abflexen können, habe leider keine Drehbank.

  • Hallo Holli,

    du hast recht das Teil gibt es doch. Hab die alte Sattelschraube nochmal blank gemacht, gefettet und wieder eingebaut. Mein Bekannter (erfahrener Daimleraner) meinte, da erlischt die BE. Zusatzteile bei der Bremse gehen nicht!

    Muss mir halt nochmal die richten bestellen ^^

  • Mein Max hat jetzt fast 85.000 km runter. Bin bis auf die ersten 1.500 km alles selbst gefahren.

    Vor ca. 7 Jahren habe ich zur Verbesserung der Bremsleistung den Bremssattel einer R1 verbaut.

    Kann mich nicht mehr genau erinnern, ob es zeitgleich war. Aber ich hatte vor Jahren auch schon das Problem, dass sich eine neue Bremsscheibe verzogen (hatte ich messen lassen) und diese dann gerubbelt hatte.

    Hatte dann eine halbschwimmende drauf gemacht und Ruhe war.


    Im Sommer letzten Jahres war die Bremsscheibe wieder fällig.

    NG-Bremsscheibe drauf gemacht und Beläge gewechselt.

    Bremsleistung bedeutend besser als mit der alten Scheibe.

    Nach einiger Zeit stellte sich ein deutliches Rubbeln ein. Ich dachte mir, dass ich die Scheibe ggf. falsch montiert habe.

    Also alles nochmals zerlegt, penibel gesäubert und sogar die Gewinde nachgeschnitten.

    Danach wurde das Rubbeln langsam wieder besser. Habe mir das so erklärt, dass die Bremse die Scheibe langsam wieder gerade biegt.

    Ganz weg gegangen ist es aber nicht.


    Daher neue Bremsscheibe (wieder NG) montiert. Da die Beläge noch fast neu waren, habe ich sie nicht gewechselt.

    Jetzt kommt das Rubbeln wieder. Nicht so schlimm wie bei der ersten Bremsscheibe, aber nervig.

    Darüber hinaus ist die Bremswirkung jetzt sehr schlecht.


    Kann mir das irgendwie nicht erklären.

    Ggf. Beläge verglast, weil sie bereits auf die andere Scheibe eingeschliffen waren?

    Allerdings hatte ich Anfangs sehr vorsichtig gebremst.


    Vielen Dank für eure Hilfe.

  • Danke für den Hinweis. Bezweifele aber, ob das die Ursache ist. Hat mir einfach in der Seele weh getan, die fast neuen Bremsbeläge wegzuwerfen. Habe in meinen jungen Jahren ohne Kohle öfters gerbrauchte Bremsbeläge montiert. Gab nie Ärger, wenn man sie vorsichtig einbremst. Könnte natürlich sein, dass dies dieses Mal nicht gelungen ist. Wäre dann eine Erklärung dafür, dass sie nicht gut bremst, aber nicht für das Rubbeln. Oder liege ich da etwa falsch?

  • Klar tut das in der Geldbörse weh, aber: die alten Beläge sind bereits auf die Fehler der alten Scheibe eingeschliffen und so überträgst du sie elegant auf die neue Scheibe - nebenbei bemerkt liegen die alten Beläge daher nicht plan auf der Scheibe wenn sie schon vorher eingeschliffen sind, daher die schlechte Bremswirkung...

    Ausserdem versteh ich nicht wieso Du nochmal die Billigscheibe genommen hast wenn Du schon schlechte Erfahrungen damit gemacht hast - das ist anzunehmenderweise Stahl von minderer Qualität, wo soll der günstige Preis sonst herkommen?!

    Ich würde Dir z.B. Teile der Fa. EBC empfehlen, das ist Erstausrüsterqualität, das kostet zwar etwas mehr, ist aber immer noch billiger als ein Abflug ins Gelände wegen schlechter Bremsen. Wenn Du schon sparen willst, dann such Dir die Teile wenn Du sie im Herstellershop gefunden hast dann anhand der Bezeichnung/Artikelnummer auf Ebay oder so.


    Sorry für die harsche Kritik, aber bei Reifen und Bremsen spart man nicht, das kann lebengefährlich sein!
    LG Mike

  • Danke für Deine Ausführungen. Bringt mich aber nicht wirklich weiter.


    Denn wenn ich jetzt eine neue Bremsscheibe von EBC kaufe samt neuen Belägen und das Problem tritt dann wieder auf, kotze ich erst richtig ab.

    Rückwirkend betrachtet hätte ich natürlich gleich neue Beläge montieren sollen.


    Warum ich die gleiche Bremsscheibe noch mal genommen habe? Weil ich nicht glaube, dass das Problem auf eine mangelhafte Fertigung der Bremsscheibe liegt, sondern dachte, die Bremsscheibe wäre schief montiert. Und Anfangs war die Bremswirkung mit der ersten Bremsscheibe von NG Top. Daher habe ich meine Zweifel, dass es an der Bremssscheibe liegt.

  • Es geht nicht um die mangelhafte Fertigung, sondern Qualität, da sich billiger oder schlecht gehärteter Stahl im Betrieb durch Hitze verziehen kann, besonders beim Einsatz von Sinterbelägen. Deswegen sind auch nicht alle Beläge für alle Scheiben geeignet, manche Hersteller weisen darauf hin.

    Gerade beim Tmax sind die Bremsen sehr belastet, da es keine Motorbremse durch gezieltes Zurückschalten gibt und durch die Fliehkraftkupplung muss der Motor bis kurz vor dem Fahrzeugstillstand auch mitgebremst werden.


    Eigentlich solltest Du die Scheibe bei eingebautem Rad messen (lassen). Wenn sie verzogen ist, weisst Du ja wo's lang geht, falls nicht solltest Du im Bereich Tauchrohre/Lenkkopflager suchen - vielleicht ist dort Spiel.


    PS.: Ich hoffe Du hast die Scheibenschrauben mit dem richtigen Drehmoment über Kreuz angezogen und Gewindesicherungskleber verwendet...

  • Hallo Jim 1963

    Hast du die alten Beläge ein wenig Plan geschliffenem vor dem Einbau? Als Test kannst du mit Eding sein paar Stiche auf die Scheibe machen und dann siehst du ob die Beläge richtig tragen...

    Mit deiner Gabel ist alles OK? Nix ausgeschlagen oder Locker ,Lager?

    Du hast die Scheibe vor Einbau 100% sauber gemacht, auch an den Anschraubpunkten? Ich nehme da immer Azeton.

    Felgenflansch sauber? Drehmoment beachtet gerade bei schwimmenden Scheiben?

    Merkst du das "Rubbeln" im Hebel? Pulsieren. Ist ja ohne ABS deine.

    Also meine Empfehlung, Bremsscheibe richtig säubern, jetzt da du schon gebremst hast ruhig mir 500er leicht abziehen. Beläge Plan schleifen 220er und zusammenbauen.

    Beläge müssen leicht in die Sättel gehen und sich bewegen können.

  • Danke für Eure Hinweise.


    Gabel etc ist m.E. in Ordnung. Ansonsten wäre das Problem ja auch mit der alten Bremsscheibe (also der vorletzten) schon aufgetreten. Die war aber lediglich verschlissen. Das war noch eine halbschwimmdende.


    Hitzeschaden auch ausgeschlossen. Ich fahre mit dem alten Teil lediglich zur Arbeit und keine Rennen und habe auch wegen Einbremsen der Beläge sehr vorsichtig gebremst.


    Ja, alles sauber gemacht und Schrauben über Kreuz angezogen.


    Habe gestern mal bei sehr geringer Geschwindigkeit leicht gebremst. Bin mir ziemlich sicher, dass es ein Seitenschlag ist. Tippe darauf, dass auf einer Seite die Kolben fest sind. Vermutlich hat die halbschwimmende das ausgeglichen. Die starre tut das nicht. Werde jetzt erst mal den Bremssattel zerlegen, die Kolben reinigen (Chrompolish) mit ATE Montagepaste bestreichen und wieder zusammensetzen. Und natürlich die Beläge abziehen. Habe die Bremskolben schon an verschiedenen Fahrzeugen auf diese Weise gereinigt und jedes mal einen deutlichen Unterschied feststellen können. Jetzt fragt mich bitte nicht, warum ich das nicht schon beim Wechseln der Scheibe gemacht habe.


    Für Nachahmer: Ja kein Fett oder Öl anstelle der Montagepaste verwenden, das zerfrisst ggf. die Dichtungen.

  • Dann mach gleich en Rep Satz rein, kostet nicht die Welt.......

    Zu spät .... schon zerlegt und wieder zusammengebaut.


    Und alles wieder gut. Rubbeln ist zu 99% weg und Bremse zieht wieder gut. Wird sicher noch besser, nachdem die Bremsbeläge eingeschliffen sind. Kolben waren total verdreckt mit hartem Bremsstaub.


    Bremsleitung entfernt und da mit Pressluft rein geblasen, wo die Bremsleitung befestigt ist. Vorher auf einer Seite die Bremskolben mit kleiner Schraubzwinge gesichert. Dann drückt es zwei Bremskolben raus. Gesäubert und wieder zusammengebaut. Danach andere Seite.


    Entlüftung ist ohne Spezialwerkzeug ne ziemliche Viecherei, wenn die komplette Flüssigkeit draussen ist. Das Werkzeug kann man sich leicht selbst bauen. 20 ML Spritze und mit 2-Komponentenkleber (Uhu) einen Schlauch vorne drauf geklebt. Bremsflüssigkeit von unten reingespritzt bis es oben am Bremszylinder raus kommt und danach ganz normal entlüftet.

  • Hallo,

    Ich weiß der Trend ist schon älter aber warum nicht Erfahrungs Werte weiter geben.

    Mein Vorgänger hat Sinter TRW Beläge hinten montiert, originale Scheibe. Nun bin ich ca. 8000 km gefahren. Letzten Sommer ist mir schon der starke Riefenartike Abnutzung der Bremsscheibe aufgefallen, da Saison Ende und sowieso neue Reifen anstanden hab ich sie gestern gewechselt. Und ich bin bestimmt kein Hinterradbremser tmaxforum.de/500/index.php?attachment/22840/tmaxforum.de/500/index.php?attachment/22841/:)

  • Moin, fahre seit Jahren nur die Cabonverstärte Variante. 75000Km und immer noch die ersten Scheiben. Eine Reifenbreite wird kommplett genutzt und nicht so

  • Hallo,

    kann mir jemand sagen mit wieviel Nm genau diese Schaube angezogen wird?

    Finde immer nur die 40Nm für den Bremssattel an das Federbein aber keinerlei Angaben mit wieviel Nm eben diese Schrauben angezogen werden sollten.


    Grüße

    Tom

    Auch eine kaputte Uhr geht zweimal amTag richtig

  • 31Nm, unbedingt die Schäfte der Schrauben mit reichlich Silikonfett schmieren vor dem Zusammenbau, zur Not tuts auch hochthemperaturbeständiges Lithiumseifenfett.

    Hast Du kein "Heiliges Buch"? Vielleicht kann dir ein Forumsmitglied eines für dein Bj. zukommen lassen.
    Kommunikation darüber bitte nur per PN!


    LG Mike

  • Hallo Miketronic,

    Vielen Dank für die Antwort.

    Ich habe das Buch, allerdings habe ich hier keinerlei Angaben für diese Schraube gefunden.

    Immer nur die 40 Nm für den gesamten Bremssattel, so habe ich nun auch diese Schrauben angezogen,

    werde sie nochmal lösen und neu anziehen.


    Grüße

    Tom

    Auch eine kaputte Uhr geht zweimal amTag richtig

  • Schande über mein Haupt.

    Habs jetzt doch im Buch gefunden und da steht 27 Nm.

    Manchmal ist man Blind.

    Auch eine kaputte Uhr geht zweimal amTag richtig

  • Nein. Aber dann auch neue Beläge einbauen.


    Gruß Horny1

    Homda Sh 125, 2013, 4000Km, jetzt 7800Km,3,2 Ltr.
    Honda SW-T 600 2013, 21000Km, 4,50 Ltr.
    T-Max 500 ABS 2008, 19000Km, jetzt 60000Km, 4,50 Ltr

  • Nö, ist einfach:

    Bremssattel runter - Achsensicherungsschraube lösen - Achse rauschrauben/rausziehen -> Hinterrad fällt runter...

    Wenn Du vorher ein 3-5cm Holzbrett unter den Hauptständer gelegt hast geht es leichter zum rausnehmen.


    Die Bremsscheibenschrauben mit Hand-Schlagschrauber lösen, ev. vorher heiß machen (Gewindekleber).
    Nimm statt der Originalteile (unbedingt auch neue Beläge) die von EBC, die sind genauso gut und wesentlich billiger!


    Beim Zusammenbauen unbedingt mit Drehmomentschlüssel arbeiten!


    LG Mike

  • Ein guter Inbusschlüssel ist von Vorteil,kein weiches Material.

    Den Inbusschlüssel mit Hammer sorgfältig in den Innensechskant klopfen. Der Innensechskant in den Bremsscheibenschrauben ist relativ flach,deshalb den Schlüssel sorgfältig einklopfen.

    Tmax,the most intelligent kind of motorbiking. :daumenhoch:


    Ein Leben ohne Tmax ist möglich,aber fast sinnlos.


    Ach,nochwas: Frauen können manchmal auch Spaß machen.

  • Moin

    Habe bei meinem Schrauber neue Reifen montieren lassen,

    Schnapper 365€

    er meinte da müssen neue Beläge demnächst drauf, diese möchte ich selber Wechsel.

    Nun die Frage, welche kommen da drauf?

    Hat jemand nen link?

    T-Max 530sx von 2019


    Danke

  • Ich muss an meinem 560 auch die Klötze machen lassen. Aber bei mir kommen nur die originalen drauf. Verschleiss, Bremskraft und Haltbarkeit der Scheibe ist unübertroffen. Kann halt sein, dass After Market Klötze mit dem Scheibenstahl nicht harmonieren und dann die Scheiben schneller weg ist als dir lieb ist.

  • Kann sein, muss aber nicht.... Ebc.... Ferodo.... Brembo.... Alle probiert, besser als originale

    Und wie viel mm verschleiss auf einer original Scheibe hast mit diesen Klötzen auf 15'000km?


    Wenn du also schon die original, Ebc, Ferodo und Bremo hattest, alle in etwa 15'000km schaffen, dann hast ja schon mindestens 60k km auf deinem Max oO

  • Wer seine Scheiben schonen will sollte organische Beläge nehmen, die halten zwar weniger Themperatur aus (nix für Bolzer, verglasen leichter) sind aber weicher und machen daher mehr Dreck auf der Felge (deswegen nicht beliebt) schonen aber die Scheiben und stehen den Sinterbelägen in Bremskraft um nix nach.
    ich hatte auf der SJ064 nur organische Beläge und hab damit 45.000Km geschafft obwohl ich kein vorsichtiger Bremser bin aber auch kein Heizer.


    Sinterbeläge kommen eigentlich aus dem Rennsport, sind Hochthemperaturbeständig (eine Vollbremsung aus 150Km/h stecken die locker weg) sind aber auch härter und haben daher wenig Abrieb (keine schmutzigen Felgen), das geht aber auf Kosten der Scheibe.

  • Jungs......ne Scheibe ist nun mal auch ein Verschleissteil !!! Wenn sie weg ist, kommt ne Neue dran...basta!!


    Ob die nun 50... oder 60.000 hält ist mir ziemlich Latte. Hauptsach, sie ankert gut!! :thumbsup2:

    Tmax fahren ist wie Sex - Du mußt dem Gummi vertrauen!;)