Freundliche Erinnerung: Abgefahrene Reifen

  • Liebe Leute,

    für alle Österreicher und die, die gerne nach Österreich fahren, möchte ich folgendes in Erinnerung rufen:

    Insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen sind bei uns immer öfters mobile Prüfstationen unterwegs, die jeden aufhalten und die Motorräder/Roller technisch überprüfen.

    Gestern habe ich einen alten Bekannten getroffen, der mir mitteilte, dass er unlängst ein derartiges Vergnügen hatte, was dazu geführt hat, dass man ihm das Kennzeichen abgenommen hat und er € 300,- Strafe zahlen musste.

    Der gute Mann hat sich nämlich auf den sogenannten "TWI" verlassen, der allerdings je nach Reifenhersteller nur so ca. 0,8 bis 1,2 mm hoch ist und der noch nicht erreicht war. Tatsächlich hatte sein Hinterreifen Stellen unter der gesetzlichen Profil-Mindesttiefe von 1,6 mm, was eben zu den polizeilichen Maßnahmen inkl. Bußgeldzahlung führte. Wobei das spontane Ende der Ausfahrt auch ziemliche Probleme verursacht hat, wenn man dann mit voller Montur und Helm plötzlich irgendwo im Gemüse steht und nicht weiß, wie man von dort nach Hause kommt.

    Die Moral der Geschichte: Nicht auf den TWI verlassen und lieber früher als zu spät die Reifen wechseln.

    Ich persönlich vermeide bereits generell Fahrten zu diesen Zeiten in gewissen Gegenden, nicht weil ich mit abgefahrenen Reifen unterwegs bin, sondern weil mir diese Erbsenzähler generell auf den Keks gehen, die ja unbedingt irgendeinen Mangel finden und möglichst viel kassieren möchten.

    Ich weiß nicht, wie derzeit die Situation in Deutschland ist, bei uns wird's jedenfalls immer schlimmer, weshalb mein Motorrad an den Wochenenden in der Garage bleibt. Glücklicherweise habe ich als Rentner ja noch Alternativen. ;)

    lg, Thomas

  • Wieder mal die weltfremde Sichtweise der Exekutive beim Thema Profiltiefe. Aus eigener Erfahrung ist das bei trockenen Bedingungen vollkommen irrelevant. Klebt wie die Sau. Wer mit so einem Reifen bei Regen fährt, der hat wohl das Prinzip nicht verstanden. Aber hirnlos übern Kamm scheren ist bei der Gesetzgebung üblich. Wenn ich eine Kurve sicher mit 80km/h fahren kann, weil ich es eben kann und weiß, wo die Grenzen sind, dann ist ein Schild mit 50km/h, entschieden von einem völlig inkompetenten Bürohengst, schlicht und einfach falsch. Keine Ahnung, was das soll. Die Nichtskönner haben eh immer die Windeln voll und bremsen auch bei 30km/h vor jeder Kurve und kriechen mit maximal 15km/h ängstlich ums Eck. Ich verstehe nicht wirklich, warum man unbedingt die sehr guten Fahrer auf dieses Trottelniveau runter nivellieren muss. Das bringt rein gar nichts. Und diejenigen, die für jeden Blödsinn alle Voraussetzungen haben, denen gibt man das Gefühl alles richtig zu machen, obwohl sie ausnahmslos alles falsch machen. Muss man nicht verstehen. Aber bei jedem Trottelunfall klopf ich mir selber auf die Schulter und denk mir, schön immer recht zu haben. :thumbsup:


    Mobile Prüfstationen gibt‘s bei uns nicht. Das sind normale Polizeikontrollen. Da die Preise bei 35 Euro dafür anfangen, würde ich bei 300 Euro tippen, er war bei Regen damit unterwegs. Das ist natürlich nicht sehr schlau. Das wesentlich größere Problem ist die fahrerische Inkompetenz der meisten Motorradfahrer. Wenn man sich die zahlreichen Trottel Unfälle von heuer anguckt, dann kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Aber für fehlendes Fahrkönnen zahlt man nie, obwohl so gut wie alle Unfälle ohne externe Ursachen immer auf fehlende fahrerische Kompetenz zurück zu führen sind. Aktive Weigerung fahrerische Kompetenz zu erwerben, wäre eigentlich ein Vorsatzdelikt. Nichts anderes, als grob fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr. Aber wie schon gesagt, die Narren haben in der STVO immer Narrenfreiheit.

    Bei einem Sturz aus 30m Höhe, sind nur die letzten 10cm kritisch. :D

  • Na gut, dazu gibt's allerdings einiges zu sagen:

    Kenne die Situation derzeit in Tirol tatsächlich nicht, allerdings gibt's diese mobilen Prüfstationen bei uns im Osten, wie z.B. diese hier in NÖ:
    https://www.noe.gv.at/noe/KFZu…ische_KFZ-Kontrollen.html
    Hier wird auch die Vorgangsweise erklärt, damit keine Missverständnisse aufkommen. Die Polizei haltet die Fahrzeuge auf und den Rest erledigen die Sachverständigen. Die Strafe erfolgt dann durch die Verwaltung im Zuge einer allfälligen Anzeige; d.h. sofort ist da sowieso nix zu bezahlen. Das Kennzeichen wird sofort von der Polizei eingezogen, um eine Weiterfahrt zu verunmöglichen.

    Die andere Geschichte ist, dass die Exekutive überhaupt keine Sichtweise hat, sondern lediglich die geltenden Gesetze umsetzt, wobei die Mindestprofiltiefen für Motorräder EU-weit bei 1,6 mm liegt, die Strafen bei Unterschreitung sind unterschiedlich geregelt, wobei die in Österreich bei 35 Euro anfangen und bis max. 5.000 Euro gehen können. Im oberen Ende sind die Strafen bei Gefährdung und/oder Unfallursache angesiedelt. Die tatsächliche Höhe wird in der Verwaltung geregelt und richtet sich im Allgemeinen nach dem Kontostand: Bei Erstdelikten meist am unteren Ende und bei Wiederholungstäter wirds halt immer teurer. Was bzw. ob der Typ mit den 300 Euro bereits am Kerbholz hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe allerdings keinen Grund seine Angabe anzuzweifeln. Ich denke nicht, dass er bei Regen unterwegs war, der ist ein klassischer Schönwetterpilot.

    Die massive Häufung von exklusiven Fahrverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen ist einerseits auf die stark ansteigende Unfallzahl und andererseits die Lärmbelästigung zurückzuführen. Das Problem hat sich in den letzten Jahre extrem verstärkt, da auch die Zulassungszahlen für Motorräder und der Motorrad-Tourismus stark angestiegen sind.

    Dass das von manchen als unnötige Schikane empfunden wird, ist halt persönliches Pech, ändert allerdings nichts an der Gesetzeslage. Mir persönlich geht es auch unheimlich auf den Keks, dass ich immer häufiger mit Lärmschutzbegrenzungen konfrontiert bin, obwohl ich ein sehr leises Motorrad fahre. Trotzdem muss ich ggf. mit einer Anzeige rechnen, wenn ich mich erwischen lasse, weil hier eben nicht differenziert wird.

    Einzig in Tirol gibt's diese sehr umstrittene Standgeräusch-Beschränkung von 95 dBA, die zumindest für die leisen Motorräder irrelevant ist. Das würde ich mir bei uns im Osten auch wünschen, wenn ich im Gegenzug dann wieder 100 statt jetzt 70 km/h (auf manchen Straßen) fahren dürfte.

    Dass man mit teilweise absurden Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen Unfallhäufigkeit kaum was erreichen wird, sehe ich allerdings auch so. Heuer feiern wir ja bereits Rekordwerte an Unfalltoten bei Motorradunfällen, wobei die zu einem extrem hohen Prozentsatz immer selbstverschuldet sind.
    Die weit überhöhte Geschwindigkeit einhergehend mit hoher Risikobereitschaft ist hier die häufigste Ursache.
    Was ich heuer wieder in den Dolomiten erlebt habe, mit welcher Todesverachtung manche Motorradfahrer unterwegs sind, lässt mich eher erstaunen, dass die Todeszahlen so niedrig sind. Immerhin kratzen im Jahr alleine in Österreich mindestens 5mal so viele Bergsportler (ohne Motorrad) ab, was allerdings niemanden wirklich aufregt oder zu gesetzlichen Verschärfungen irgendeiner Art veranlasst.

    Zu guter Letzt kann man über all das unterschiedlicher Meinung sein und sich mehr oder weniger aufregen.
    Ändern wird sich dadurch kaum irgendwas.

    Früher oder später werden wir ohnehin nur mehr flüsterleise mit maximal 30 km/h unterwegs sein dürfen, ob es uns passt oder nicht.
    Bedanken können wir uns bei den lieben Kollegen, die auf einen "geilen Sound" stehen und die Straße mit einer Rennstrecke verwechseln.
    Mir wäre natürlich später lieber, die Strafen könnten allerdings auch heute schon wesentlich höher sein, vielleicht hilfts ja doch, wenn es so richtig weh tut.

  • Da haben sich ja wieder die zwei Richtigen im Forum gefunden und fragen sich, warum hier immer mehr tote Hose ist...


    :saint:

    Frische Grüße aus dem Norden


    Uwe


    Meine Website: Treffpunkt Motorroller, Mitglied Alster-Roller

    Treffpunkt für Hamburger und Schleswig-Holsteiner: Coffeetofly, Holtkoppel 100, 22415 Hamburg

    Legende: 1976 - 1978 Zündapp 50/ KTM 50 Leichtkrafträder, 1994 Piaggio TPH 80, 2014 Honda SH 125i, 2018 Yamaha X-Max 300 und 2021 Yamaha TMax 560


    In Hamburg sagt man beim Abschied leise "tschüss!"

  • Lieber Uwe, Du brauchst meine Beiträge nicht lesen, wenn sie Dich nicht interessieren.
    Es gibt eben auch andere Themen, als die Variomatik, zu der ich mich mit Sicherheit nicht mehr äußern werde.
    Immerhin hat mein Bericht bisher 5 Personen interessiert, weshalb ich auch von denen ein "Like" erhalten habe.
    Hier überhaupt nix mehr zu schreiben, wird an der toten Hose allerdings nichts ändern, da habe ich eine völlig andere Sichtweise als Du.
    Ein Forum ist ein Ort, um Meinungen und Erfahrungen auszutauschen, die, wie wir wissen, oft sehr unterschiedlich ausfallen können.
    Solange das in zivilisierter Form abläuft, sehe ich keinen Fehler.
    Ob jetzt Dein Beitrag sehr wertvoll war bzw. zur Steigerung der Attraktivität des Forums beiträgt, wage ich allerdings auch zu bezweifeln.

  • Die Hauptunfallursache bei Motorradfahrer ist bei uns in den Bergen fahrerische Inkompetenz. Wenn ich mir die Stellen angucke wo diese Unfälle passiert sind, stellt sich nur eine Frage. WIE kann da was passieren. Ist eigentlich vollkommen unmöglich da einen Abflug zu machen, außer man pennt im Tiefschlaf am Bock oder kennt die primitivsten Punkte der Fahrtechnik nicht. Da muss man schon mit einer Geschwindigkeit jenseits der physikalischen Grenzen in die Kurve fahren und wenn man das macht, ist man mehr als inkompetent. Oder heuer auch voll im Trend, beim Überholen in ein entgegenkommendes Auto fahren. Haben die alle einen schweren Sehfehler, oder was? Ich persönlich wäre schwer dafür, Personen mit mangelhaftem oder nicht vorhandenen räumlichen Vorstellungsvermögen keine Fahrberechtigung auszustellen. Wer keine Distanzen und Geschwindigkeiten korrekt einschätzen kann, hat eine Unfallgarantie im Gepäck. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann. Und wenn bei uns vor kurzem ein deutscher Motorradpolizist auf Dienstreise auf einer kinderleichten Strecke im Lechtal ohne einen Hauch von einem spürbaren Schwierigkeitsgrad auf einer geknickten Geraden, als Kurve will ich das nicht bezeichnen, in den Gegenverkehr kommt und ein entgegenkommendes Fahrzeug rammt und sich dann in die Botanik verabschiedet, ein Kollege hinter ihm eine Schreckbremsung macht und sich flach legt, was in der wunderbaren Welt der fahrerischen Inkompetenz schon das Top Niveau des Versagens darstellt, dann wundert mich gar nichts mehr. Wenn die angeblichen Profis sich schon so dämlich anstellen, dann wird’s bei den Amateuren nicht besser sein. Und dagegen helfen weder Speedlimits oder sonstigen Unfug, sondern nur der Schutz von fahrerisch inkompetenten Personen vor sich selbst.

    Bei einem Sturz aus 30m Höhe, sind nur die letzten 10cm kritisch. :D

  • Die weit überhöhte Geschwindigkeit einhergehend mit hoher Risikobereitschaft ist hier die häufigste Ursache.
    Was ich heuer wieder in den Dolomiten erlebt habe, mit welcher Todesverachtung manche Motorradfahrer unterwegs sind, lässt mich eher erstaunen, dass die Todeszahlen so niedrig sind.

    Nö, nicht richtig. Wenn du mit 5km/h schneller als erlaubt einen Abflug machst, dann landest du als Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit in der Statistik. Was völliger Unfug ist. Der einzige Fall wo die Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit ist, ist wenn derjenige sich jenseits der physikalischen Grenzen bewegt hat. Alles andere innerhalb der physikalischen Grenzen ist fahrerische Inkompetenz und nichts anderes. Und wer wirklich fahren kann, der bewegt sich in einem Bereich, wo es für weniger gute Fahrer den Anschein erweckt, das wäre grenzwertig. Nö, ist es nicht. Ich kenne da einen, der an einem Tag über 1000km auf Bergstraßen fährt und entsprechend schnell fahren muss, dass es sich mit der Zeit ausgeht. Der fährt seit Jahrzehnten unfallfrei auf einem Niveau, das du als todesverachtend bezeichnest. Nö, er kann es in Perfektion und pennt keine Sekunde am Bock und ist immer voll fokussiert auf nur eine Sache. Die Straße vor ihm. Erwischen tut es so gut wie immer, die schlechten, unaufmerksamen, abgelenkten und fahrerisch inkompetenten Fahrer.

    Bei einem Sturz aus 30m Höhe, sind nur die letzten 10cm kritisch. :D

  • Schneewittchen  

    Letztlich ist völlig egal, wie man es nennt: Sämtliche Institutionen, die sich damit befassen und die Unfallursachen ermitteln, gehen von einem Anteil an Eigenverschulden von mindestens 80 % aus, warum auch immer. Man kann es natürlich auch Inkompetenz nennen.

    Das, was ich als Todesverachtung bezeichne, ist nicht das schnelle Fahren per se, sondern wenn sich Idioten auf Ihren Schutzengel verlassen und z.B. trotz nicht vorhandener Sicht ins Blinde hinein überholen und nicht damit rechnen, dass ihnen auf der Gegenseite irgendwas oder gar derselbe Glücksspieler entgegenkommen könnte. Detto die Kurvenschneider, die keinen Gegenverkehr sehen können, es trotzdem machen und ggf. bei einem entgegenkommenden Linienbus mit relativer Sicherheit den Löffel abgeben würden.

    Laut Statistik (KFV, BMI, Statistik Austria) nimmt auch die Häufigkeit bei den übermotorisierten Motorrädern signifikant zu; d.h. je stärker das Motorrad, desto höher die Unfallwahrscheinlichkeit. Das gleiche Phänomen ist auch bei den Todesopfern zu beobachten: Je stärker, umso höher das Risiko.
    Das maximale Todesrisiko liegt statistisch bei ganz jungen Fahrern mit maximaler Leistung.

    Das sind ganz einfach die Fakten, über die man, glaube ich, nicht mehr diskutieren muss. Kann jeder selbst nachlesen.

    Mit reinen Selbstmördern habe ich im Prinzip sowieso kein Problem, so zynisch das auch klingen mag. Allfällig Beteiligte, die unschuldig zum Handkuss kommen, sind allerdings für mich unentschuldbar, zumal ich selbst schon beinahe den Löffel abgegeben habe, nur weil es ein Vollidiot eilig hatte.

    Trotzdem bleibt es unser aller Problem, dass eben mit Zunahme der Unfälle die Restriktionen für alle immer schärfer werden; egal warum oder wieso und ob es uns passt oder nicht.

  • Es ist m.E.n. müßig sich an gesetzlichen Regelungen (wie Profiltiefen oder Tempolimits) und auch Unfall-Statistiken abzuarbeiten. Ersteres ändert man nicht mit Beiträgen in Foren, höchstens mit Petitionen und aktiver Lobbyarbeit. Zu letzterem fällt mir immer Goethe’s “Es irrt der Mensch so solange er strebt” ein. Der junge Mensch (15-24) glaubt er könne es schon, der alte Mensch (55-65, vermutlich viele hier, mich eingeschlossen) glaubt er könne es noch. Das sind die meist gefährdeten Altersgruppen.


    Zitat

    Wenn ich eine Kurve sicher mit 80km/h fahren kann, weil ich es eben kann und weiß, wo die Grenzen sind, dann ist ein Schild mit 50km/h, entschieden von einem völlig inkompetenten Bürohengst, schlicht und einfach falsch.

    Schneewittchen : Vielleicht geht es dabei ja gar nicht um Dich … sondern darum, alle anderen vor Deiner Selbstüberschätzung und egoistischen Weltanschauung zu schützen. Valentino Rossi, könnte übrigens noch locker mit 120 km/h sicher durch Deine 80 km/h Kurve fahren. Die Grenzen kennst Du also noch gar nicht - höchstens Deine eigenen Grenzen, die aber nicht wirklich irgendjemanden interessieren! Dennoch, wünsche ich Dir eine allzeit gute und unfallfreie Fahrt


    Apropos “gute Fahrt”: ein Kurven- oder Renntrainings kann ich sehr empfehlen, da kann man sich relativ gefahrlos an seine eigenen Grenzen und die des Materials heranwagen, auch mit einem Roller. Macht riesig Spaß…


    off topic: zum Thema Unfallzahlen junger Menschen siehe https://www.verkehrswacht-medi…/unfaelle-15-17-jaehrige/ , sehr aufschlussreich!

  • Egal wieviel Profil du auf dem Reifen hast, egal wie perfekt du Kurven fahren kannst, egal wie toll der Asphalt ist und egal wie toll deine Reifen kleben..........

    Wenn unvorhergesehen Dreck, Laub, Split, Sand oder Getreide usw. in der Kurve auf der Straße liegt und dein Speed nicht angepasst ist, fällste auf die Schnauze.

    Das sollte man sich immer im Hinterkopf behalten!!

    Tmax fahren ist wie Sex - Du mußt dem Gummi vertrauen!;)

  • wildduck  

    Kann man natürlich so sehen. Ich bin trotzdem der Meinung, dass nach dem Motto: "Steter Tropfen höhlt den Stein" es trotzdem was bringen kann, wenn man immer wieder darauf aufmerksam macht. Vielleicht fängt ja doch der eine oder andere zum Nachdenken an.
    Andererseits gibt es natürlich die völlig unbelehrbaren, die glauben, dass sie unendlich viel Glück haben werden, nur weil ihnen noch nie etwas passiert ist. Insbesondere die Gruppe der Halbnackt-Fahrer zähle ich zu dieser Fraktion.

    Ich selbst bin durch eine harte Schule gegangen, weil ich einerseits in meiner Jugend schon Lehrgeld gezahlt habe, weil ich mich durch Leichtsinnigkeit schon schwer verletzt habe und anderseits dann in späteren Jahren leider das Pech hatte, von anderen Verkehrsteilnehmern abgeschossen zu werden, wo ich das schlimmste nur durch das Tragen von sehr guter Schutzkleidung verhindern konnte. Eigentlich ist es irgendwie ein Wunder, dass ich nach zwei schweren Politraumata (beide unverschuldet) überhaupt noch lebe bzw. noch in der Lage bin, ein Motorrad zu fahren.
    Die Argumentation, dass man alles im Griff hat und ja ein so toller Fahrer ist, kann ich daher nicht ernst nehmen.

    Ich bin auch schon ein älteres Semester und bin mir völlig bewusst, wie gefährlich die Selbstüberschätzung auch in meiner Altersgruppe ist, weshalb ich meinen Fahrstil entsprechend angepasst habe und auch keine unnötigen Risiken mehr eingehe. Speziell auf maximale Schutzkleidung lege ich besonderen Wert, auch wenn es noch so heiß ist.

    Daher bin ich auch der Letzte, der sich an Wettrennen beteiligen wird und/oder sich auf einen imaginären Schutzengel verlassen möchte, was bedauerlicherweise sehr viele tagtäglich machen.

    Alleine die Studie des österr. KFV über die Linkskurvenschneider, die belegt, dass fast 20 % nur deshalb überleben, weil zufällig kein größeres Fahrzeug entgegenkommt, sollte eigentlich die Alarmglocken läuten lassen. Dieser Studie sind übrigens diese neuartigen Straßenmarkierungen zu verdanken, die man auf manchen österr. Pässen in den Kurven sehen kann.

    Mir ist's übrigens auch völlig egal, ob ich mich mit meinem Appell bei manchen Geisteskindern, die sich darüber lustig machen, lächerlich mache.

    In diesem Sinne wünsche ich trotzdem allen eine unfallfreie Fahrt und weiterhin sehr viel Glück.

  • wildduck

    Immer wieder lustig, wie ihr auf Selbstüberschätzung kommt. Nicht jeder, der schlicht und einfach fahren kann, leidet automatisch an Selbstüberschätzung. Es gibt keinen, der weiter davon entfernt sein kann, als ich. Wenn ich gleich nach dem A-Schein Strecken wie Stilfser Joch und Timmelsjoch als kinderleicht empfunden habe, hängt das vielleicht damit zusammen, dass ich davor mehrere Jahrzehnte mit dem Mountainbike unterwegs war und von Fahrtechnik mehr verstehe, als wahrscheinlich die meisten hier im Forum. Und fahren auf Schotter und unbefestigten Wegen ist eine andere Nummer als Asphalt. Also akzeptiere es einfach, das es so ist wie es ist. 8)


    Ach ja, Kurventraining ist zwar nett, aber das erledige ich auf Tiroler Bergstraßen. Ist näher an der Praxis. :thumbsup:


    Lempi 007

    Es gibt nichts Unvorhersehbares. Da die Hauptarbeit nicht das bewundern von Landschaft und Blümchen am Straßenrand ist, sondern eben das Filtern der Straße vor mir, gibt’s keine bösen Überraschungen. Und da ich auch ziemlich schnell im Kopf bin, weiche ich immer blitzschnell aus. Auf die Schnauze fallen nur jene, die pennen und mit den Gedanken weit, weit weg sind. Ich fahre eigentlich das ganze Leben, egal ob mit zwei oder vier Räder nur schnell und trotzdem bin ich mit 57 ohne einen einzigen selbstverschuldeten Unfall am Konto noch sehr munter und lebendig. Hat wenig mit Glück, sondern nur mit der richtigen Einstellung und dem entsprechenden Können und ziemlich praktischen, angeborenen Fähigkeiten zu tun. Und zur richtigen Einstellung gehört auch dazu, dass man nicht im Hinterkopf alles Schlimme was passieren kann mit sich rum schleppt, sondern im Hinterkopf sinnvolle Dinge hat, die nützlicher sind als Angst, denn die ist ein sehr schlechter Ratgeber.


    wildduck

    Wenn deine Ferndiagnosen so schlecht sind, wie dein Fahrkönnen, solltest du besser zu Fuß gehen. haha

    Bei einem Sturz aus 30m Höhe, sind nur die letzten 10cm kritisch. :D

  • Sag ich doch, gnadenlose Selbstüberschätzung und pathologischer Narzissmus...


    Tip: man(n) sollte nicht über andere menschen urteilen oder sich gar über andere Menschen erheben die man gar nicht kennt – das kann auch mal nach hinten losgehen. Aber jetzt bin ich still, denn ich habe irgendwo mal "Don't feed the troll." gelesen.


    Dennoch allzeit gute Fahrt!:mt: