Bremsrubbeln T-Max Bj. 2003

  • Mein Max hat jetzt fast 85.000 km runter. Bin bis auf die ersten 1.500 km alles selbst gefahren.

    Vor ca. 7 Jahren habe ich zur Verbesserung der Bremsleistung den Bremssattel einer R1 verbaut.

    Kann mich nicht mehr genau erinnern, ob es zeitgleich war. Aber ich hatte vor Jahren auch schon das Problem, dass sich eine neue Bremsscheibe verzogen (hatte ich messen lassen) und diese dann gerubbelt hatte.

    Hatte dann eine halbschwimmende drauf gemacht und Ruhe war.


    Im Sommer letzten Jahres war die Bremsscheibe wieder fällig.

    NG-Bremsscheibe drauf gemacht und Beläge gewechselt.

    Bremsleistung bedeutend besser als mit der alten Scheibe.

    Nach einiger Zeit stellte sich ein deutliches Rubbeln ein. Ich dachte mir, dass ich die Scheibe ggf. falsch montiert habe.

    Also alles nochmals zerlegt, penibel gesäubert und sogar die Gewinde nachgeschnitten.

    Danach wurde das Rubbeln langsam wieder besser. Habe mir das so erklärt, dass die Bremse die Scheibe langsam wieder gerade biegt.

    Ganz weg gegangen ist es aber nicht.


    Daher neue Bremsscheibe (wieder NG) montiert. Da die Beläge noch fast neu waren, habe ich sie nicht gewechselt.

    Jetzt kommt das Rubbeln wieder. Nicht so schlimm wie bei der ersten Bremsscheibe, aber nervig.

    Darüber hinaus ist die Bremswirkung jetzt sehr schlecht.


    Kann mir das irgendwie nicht erklären.

    Ggf. Beläge verglast, weil sie bereits auf die andere Scheibe eingeschliffen waren?

    Allerdings hatte ich Anfangs sehr vorsichtig gebremst.


    Vielen Dank für eure Hilfe.

  • Danke für den Hinweis. Bezweifele aber, ob das die Ursache ist. Hat mir einfach in der Seele weh getan, die fast neuen Bremsbeläge wegzuwerfen. Habe in meinen jungen Jahren ohne Kohle öfters gerbrauchte Bremsbeläge montiert. Gab nie Ärger, wenn man sie vorsichtig einbremst. Könnte natürlich sein, dass dies dieses Mal nicht gelungen ist. Wäre dann eine Erklärung dafür, dass sie nicht gut bremst, aber nicht für das Rubbeln. Oder liege ich da etwa falsch?

  • Klar tut das in der Geldbörse weh, aber: die alten Beläge sind bereits auf die Fehler der alten Scheibe eingeschliffen und so überträgst du sie elegant auf die neue Scheibe - nebenbei bemerkt liegen die alten Beläge daher nicht plan auf der Scheibe wenn sie schon vorher eingeschliffen sind, daher die schlechte Bremswirkung...

    Ausserdem versteh ich nicht wieso Du nochmal die Billigscheibe genommen hast wenn Du schon schlechte Erfahrungen damit gemacht hast - das ist anzunehmenderweise Stahl von minderer Qualität, wo soll der günstige Preis sonst herkommen?!

    Ich würde Dir z.B. Teile der Fa. EBC empfehlen, das ist Erstausrüsterqualität, das kostet zwar etwas mehr, ist aber immer noch billiger als ein Abflug ins Gelände wegen schlechter Bremsen. Wenn Du schon sparen willst, dann such Dir die Teile wenn Du sie im Herstellershop gefunden hast dann anhand der Bezeichnung/Artikelnummer auf Ebay oder so.


    Sorry für die harsche Kritik, aber bei Reifen und Bremsen spart man nicht, das kann lebengefährlich sein!
    LG Mike

    Traue keinem Fahrzeuglenker der blinkt, und schon gar keinem der nicht blinkt!

  • Danke für Deine Ausführungen. Bringt mich aber nicht wirklich weiter.


    Denn wenn ich jetzt eine neue Bremsscheibe von EBC kaufe samt neuen Belägen und das Problem tritt dann wieder auf, kotze ich erst richtig ab.

    Rückwirkend betrachtet hätte ich natürlich gleich neue Beläge montieren sollen.


    Warum ich die gleiche Bremsscheibe noch mal genommen habe? Weil ich nicht glaube, dass das Problem auf eine mangelhafte Fertigung der Bremsscheibe liegt, sondern dachte, die Bremsscheibe wäre schief montiert. Und Anfangs war die Bremswirkung mit der ersten Bremsscheibe von NG Top. Daher habe ich meine Zweifel, dass es an der Bremssscheibe liegt.

  • Es geht nicht um die mangelhafte Fertigung, sondern Qualität, da sich billiger oder schlecht gehärteter Stahl im Betrieb durch Hitze verziehen kann, besonders beim Einsatz von Sinterbelägen. Deswegen sind auch nicht alle Beläge für alle Scheiben geeignet, manche Hersteller weisen darauf hin.

    Gerade beim Tmax sind die Bremsen sehr belastet, da es keine Motorbremse durch gezieltes Zurückschalten gibt und durch die Fliehkraftkupplung muss der Motor bis kurz vor dem Fahrzeugstillstand auch mitgebremst werden.


    Eigentlich solltest Du die Scheibe bei eingebautem Rad messen (lassen). Wenn sie verzogen ist, weisst Du ja wo's lang geht, falls nicht solltest Du im Bereich Tauchrohre/Lenkkopflager suchen - vielleicht ist dort Spiel.


    PS.: Ich hoffe Du hast die Scheibenschrauben mit dem richtigen Drehmoment über Kreuz angezogen und Gewindesicherungskleber verwendet...

    Traue keinem Fahrzeuglenker der blinkt, und schon gar keinem der nicht blinkt!

  • Hallo Jim 1963

    Hast du die alten Beläge ein wenig Plan geschliffenem vor dem Einbau? Als Test kannst du mit Eding sein paar Stiche auf die Scheibe machen und dann siehst du ob die Beläge richtig tragen...

    Mit deiner Gabel ist alles OK? Nix ausgeschlagen oder Locker ,Lager?

    Du hast die Scheibe vor Einbau 100% sauber gemacht, auch an den Anschraubpunkten? Ich nehme da immer Azeton.

    Felgenflansch sauber? Drehmoment beachtet gerade bei schwimmenden Scheiben?

    Merkst du das "Rubbeln" im Hebel? Pulsieren. Ist ja ohne ABS deine.

    Also meine Empfehlung, Bremsscheibe richtig säubern, jetzt da du schon gebremst hast ruhig mir 500er leicht abziehen. Beläge Plan schleifen 220er und zusammenbauen.

    Beläge müssen leicht in die Sättel gehen und sich bewegen können.

  • Danke für Eure Hinweise.


    Gabel etc ist m.E. in Ordnung. Ansonsten wäre das Problem ja auch mit der alten Bremsscheibe (also der vorletzten) schon aufgetreten. Die war aber lediglich verschlissen. Das war noch eine halbschwimmdende.


    Hitzeschaden auch ausgeschlossen. Ich fahre mit dem alten Teil lediglich zur Arbeit und keine Rennen und habe auch wegen Einbremsen der Beläge sehr vorsichtig gebremst.


    Ja, alles sauber gemacht und Schrauben über Kreuz angezogen.


    Habe gestern mal bei sehr geringer Geschwindigkeit leicht gebremst. Bin mir ziemlich sicher, dass es ein Seitenschlag ist. Tippe darauf, dass auf einer Seite die Kolben fest sind. Vermutlich hat die halbschwimmende das ausgeglichen. Die starre tut das nicht. Werde jetzt erst mal den Bremssattel zerlegen, die Kolben reinigen (Chrompolish) mit ATE Montagepaste bestreichen und wieder zusammensetzen. Und natürlich die Beläge abziehen. Habe die Bremskolben schon an verschiedenen Fahrzeugen auf diese Weise gereinigt und jedes mal einen deutlichen Unterschied feststellen können. Jetzt fragt mich bitte nicht, warum ich das nicht schon beim Wechseln der Scheibe gemacht habe.


    Für Nachahmer: Ja kein Fett oder Öl anstelle der Montagepaste verwenden, das zerfrisst ggf. die Dichtungen.

  • Dann mach gleich en Rep Satz rein, kostet nicht die Welt.......

    Zu spät .... schon zerlegt und wieder zusammengebaut.


    Und alles wieder gut. Rubbeln ist zu 99% weg und Bremse zieht wieder gut. Wird sicher noch besser, nachdem die Bremsbeläge eingeschliffen sind. Kolben waren total verdreckt mit hartem Bremsstaub.


    Bremsleitung entfernt und da mit Pressluft rein geblasen, wo die Bremsleitung befestigt ist. Vorher auf einer Seite die Bremskolben mit kleiner Schraubzwinge gesichert. Dann drückt es zwei Bremskolben raus. Gesäubert und wieder zusammengebaut. Danach andere Seite.


    Entlüftung ist ohne Spezialwerkzeug ne ziemliche Viecherei, wenn die komplette Flüssigkeit draussen ist. Das Werkzeug kann man sich leicht selbst bauen. 20 ML Spritze und mit 2-Komponentenkleber (Uhu) einen Schlauch vorne drauf geklebt. Bremsflüssigkeit von unten reingespritzt bis es oben am Bremszylinder raus kommt und danach ganz normal entlüftet.